Ein Traum erfüllt: die Fecht-WM in Bahrain
- SV Preußen Reinfeld

- 24. Apr.
- 2 Min. Lesezeit

Claas Schmolke, Trainer in der Fechtsparte des SV Preussen Reinfeld, berichtet uns in diesem Blog Post von seiner Teilnahme an der Fecht-WM in Bahrain.
Claas Schmolke berichtet
"Im Sommer letzten Jahres wurde ich 60 Jahre alt. Seit 1978 bin ich aktiver Fechter und habe schon viele Turniere und Titel gewonnen. Mein riesiger Wunsch war es, noch einmal auf der Veteranen-WM im Herrenflorett zu starten. Das können aber nur die besten 4 Fechter der jeweiligen Altersklasse. Bevor ich auf die Weltmeisterschaften nach Bahrain fahren durfte, musste ich mich über die Deutsche Rangliste qualifizieren.
Der Weg ging im Dezember 2024 zunächst über das Internationale Turnier in München. Um dort den dritten Platz zu erreichen, musste zuerst einen Italiener, dann einen Ungarn und zuletzt ein Spanier schlagen. Als bester Deutscher konnte ich den dritten Platz feiern. Weiter ging es mit dem dritten Platz auf den Deutschen Meisterschaften in Friedrichshafen. In Plovdiv /Bulgarien konnte ich bei den Europameisterschaften im Herren-Florett mit dem 15. Platz die Qualifikation für die Weltmeisterschaften perfekt machen.
Der Austragungsort der Veteranen-WM war Bahrain, eine 60 Kilometer lange Insel neben Katar. Allein das war schon exotisch. Zunächst haben Kerstin und ich die Reise genutzt, um dieses Land etwas näher kennenzulernen. Die erste Ölquelle, die herausragenden Hochhäuser renommiertester Architekten und zuletzt des UNESCO-Weltkulturerbe: die historischen Natur-Perlentaucher standen auf unserem Programm. Das Land ist nicht besonders groß, hat aber durch seine besondere Lage und einige Süßwasserquellen eine 7.500 Jahre alte Geschichte.
Nach einigen Tagen als Tourist, wurde es zum Ende unserer Reise ernst mit dem Fechten: allein für die Akkreditierung (Anmeldung, Materialkontrolle) war ein ganzer Tag erforderlich.
Spätestens ab diesem Punkt, war ich Mitglied im Team Deutschland. Der Zusammenhalt und die Unterstützung innerhalb dieses Teams war enorm. Es ist schon ein besonderes Gefühl das eigene Land zu vertreten.
Am nächsten Tag startete ich in einer Vorrunde, in der ich auf einen Österreicher, Engländer, Australier, Japaner und einem Fechter aus Tadschikistan getroffen bin. Mit drei Siegen und zwei Niederlagen hatte ich eine mittlere Ausgangssituation für die KO-Gefechte. Dort konnte ich nach einem Freilos den nächsten Gegner einen Hong Kong Chinesen sicher schlagen. Zum Einzug unter die letzten 16 hatte ich es jedoch mit dem amtierenden Weltmeister, dem Schweitzer Christian Dousse, zu tun. Den konnte ich leider nicht überwinden. Mit einem guten 27. Platz konnte ich zufrieden nach Hause fahren. Das Team Deutschland hat sich gut geschlagen und belegte in der Nationenwertung am Ende einen guten dritten Platz.
Es war eine großartige Erfahrung und eine tolle Reise. Mein besonderer Dank gilt Kerstin, mit der ich seit 27 Jahren die Fechtabteilung in unserem Verein leite, meinem größten Fan, die diesen Weg komplett mit mir gemeinsam gegangen ist."
Wenn du Interesse hast, dich für's Fechten anzumelden, gibt es hier Details zu Trainingszeiten und Kontaktmöglichkeiten.



